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Gemeinde Albbruck

Die Geschichte von Albbruck

Urkundlich wurde Albbruck, bestehend aus den Ortsteilen Kiesenbach, Alb und Albert, 1403 zum ersten Mal genannt. Von besonderer Bedeutung ist die Papierfabrik Albbruck, die seit 1870 auf dem Gelände des von 1681 bis 1866 bestandenen Eisenhüttenwerkes betrieben wird. Ebenso von Wichtigkeit sind das Rheinkraftwerk und die Eisengießerei.

Sehenswert sind die Rheinpromenade mit Gletschermühlen im Rhein und die Albtalschlucht mit fünf in den Fels gehauenen Straßentunnels, welche zwischen 1854 und 1860 durch das teilweise wildzerklüftete Albtal hinauf nach St. Blasien gebaut wurden. Birkingen, wurde erstmals 814 als "Birchinga" urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte zu dieser Zeit dem Kloster St. Gallen und seit 1528 dem Kloster St. Blasien. Birndorf, ebenfalls 814 in einer Urkunde erwähnt, besitzt eine dreischiffige Kirche im romanischen Stil. In ihr befinden sich mehrere Kunstwerke. Ab 1271 gehörte Birndorf zum Kloster St. Blasien.

Der Ortsteil Buch wird erstmals als "Puach" im St. Gallerurkundenbuch genannt. Die Burgruine Ryburg in Tiefenstein und die Salpeterhöhle in Hohenfels erinnern an frühere Zeiten. Die früher im Gasthaus  Hohenfels untergebrachte Heimatstube, die dem Holzschnitzer Josua Leander Gampp gewidmet war, wurde nach einem Brand nicht wieder eingerichtet. Buch wurde 1971 Landes- und Bundessieger im Wettbewerb "unser Dorf soll schöner werden". Schachen wurde erstmals zu Beginn des 14. Jahrhunderts erwähnt. Die 1880 erbaute und neu renovierte Dorfkapelle ist dem Heiligen Josef gewidmet. Unteralpfen wurde erstmals 850 in einer Urkunde genannt. 1225 bestand bereits die erste Pfarrpfründe. Die jetzige Kirche wurde von 1662 bis 1664 erbaut und 1903 bis 1906 vergrößert. Im Gasthaus Linde wurde 2001 eine Heimatstube zu Ehren des dort geborenen Geistlichen Rat Oberpfarrer Dr. Jakob Ebner eingerichtet. Ebner (1873-1960) machte sich einen Namen als Heimatforscher (zahlreiche Ortschroniken, Geschichte der Salpeterer, Bienenzucht u.v.m.), Feldgeistlicher und Divisionspfarrer im Ersten Weltkrieg und war in der Zeit des "Dritten Reiches" Zuchthauspfarrer. Neben zahlreichen Auszeichnungen aus der Zeit des Ersten Weltkrieges wurde Ebner auch mit dem Bundesverdienstkreuz und den Ehrenbürgerrechten seiner Heimatgemeinde ausgezeichnet.

geschichtlicher Abriss mit Daten ab 814

  • 814: Ersterwähnung von Birkingen (Birchinga) und Birndorf (Biridorf)
  • 858: Ersterwähnung von (Unter-)Alpfen (Aloffa), seit 1266 „nidern Alphen“
  • 874: Ersterwähnung von Buch (Puach, Buoch = Buchenwald), Etzwihl (Eziliwilare), Hechwihl (Haihwilare) und Kuchelbach (Chuchilipach)
  • nach 1087: Bau der Pfarrkirche zum Hl. Kreuz in Birndorf
  • 1270: Ersterwähnung von Schadenbirndorf (Unterbirndorf, im Gegen-satz zu dem 814 ersterwähnten Birndorf superior)
  • 1273: Bau der ersten Steinbrücke über die Mündung der Alb
  • 1281: Ersterwähnung von Kiesenbach
  • Anfang 14. Jh.: Ersterwähnung von Schachen (kleines Gehölz)
  • 1342: Ersterwähnung einer Erblehenmühle in Unteralpfen
  • 1347: Ersterwähnung von Alb (Dorf ze Albe) und Albert (Alphart = Waldan der Alb)
  • 1403: Ersterwähnung von Albbruck (Claus von Altbrugg)
  • 1593: Bau der Wasser-(Mühle) in Kiesenbach
  • 1681: Erster Pächter (Admodiator) des Hütten- und Eisenwerks Albbruckist Abraham Chemilleret, österreichischer Landvogt im Ergau ( = Aargau)
  • 1684: Das Kloster St. Blasien erhält Zehnrecht in Kiesenbach
  • 1727: Hans Fridle Albiez aus Buch, der „Salpeterhans“, Anführer der Salpeterer, stirbt im Gefängnis in Freiburg; in der Folge kommt es erneut zu Aufständen in der Grafschaft
  • 1755: Errichtung eines eigenen Gottesdienstes in Albbruck
  • 1755: Mutmaßliche Gründung der Schule Albbruck durch das Kloster St. Blasien
  • 1776: Das Kloster St. Blasien kauft das Hütten- und Eisenwerk Albbruck für 90.000 Gulden
  • 1785: Erbauung der Kapelle in Kiesenbach
  • 1845: Albbruck wird zur Stabhalterei erklärt
  • 1858: Alb, bisher Teil der Vogtei Schachen, wird selbständige Gemeinde
  • 1866: Gründung der ENA durch Anton Nägele
  • 1866: Aufhebung des Eisen- und Hüttenwerks durch den Staat: dadurch ist auch der Bestand der Schule Albbruck wieder fraglich geworden; nach einem Erlass des Oberschulrats von 1869 ist jedoch der Fortbestand gesichert
  • 1870: Übernahme des Eisen- und Hüttenwerks durch den schweizerischen Nationalrat Nicolaus Kaiser von Grellingen vom badischen Staat für 98.000 fl; Umbau des Werks; 1872 Inbetriebnahme der Papierfabrik mit der Herstellung von Holzstoff; seit 1880 wird auch Papier hergestellt
  • 1872: Errichtung eines eigenen Postamtes in Albbruck im Nebengebäude des Hotels Albtal; Errichtung des Personenpostverkehrs Albbruck – St. Blasien
  • 1880: Bau der Josephskapelle in Schachen
  • 1889/1890: Einführung des elektrischen Lichts in der Papierfabrik
  • 1892: Erstellung einer Wasserleitung für den Ortsteil Alb
  • 1901: Gründung des Kirchenbauvereins Albbruck
  • 1902: Die Pflasterstein- und Schotterwerke GmbH Albbruck tätigt erste Geländeankäufe zur Errichtung eines Steinbruchs; 1903 wird eine Drahtseilbahn errichtet
  • 1906: Gründung einer katholischen Kirchengemeinde Albbruck
  • 1908: Errichtung eines evangelischen Gottesdienstes in Albbruck; seit 1910 evangelische Diasporagemeinde Albbruck
  • 1912: Trennung der Gemeinde Kiesenbach vom Schulverband Dogern
  • 1912: Bau der Schule Albbruck; 1913 Bezug des neuen Schulhauses auf Gemarkung Alb für den Schul-verband Albbruck; Neubau eines Schulhauses auf die Gemeinde Kiesenbach
  • 1915: Errichtung einer Notkirche in Albbruck
  • 1916: Einführung des elektrischen Lichts in Kiesenbach, 1917 in Alb
  • 1924: Kiesenbach wird mit Alb und Albbruck zur Gemeinde Albbruck vereinigt
  • 1925: Bohland und Kuchelbach werden nach Birkingen eingemeindet
  • 1929: Erstellung einer Wasserleitung für die Gesamtgemeinde Albbruck
  • 1930 – 1933: Bau des Rheinkraftwerks Albbruck – Dogern
  • 1932: die bisherige Diasporagemeinde Albbruck wird zur selbständigen evangelischen Kirchengemeinde erklärt
  • 1933: Schadenbirndorf wird nach Birndorf eingemeindet
  • 1935: Erbauung der Kanalisation im Ortsteil Kiesenbach
  • 1936: Albert wird in die Gemeinde Albbruck eingegliedert
  • 1939: Bau der St. Josefs-Kirche
  • 06.02.1945: Bei einem Bombenangriff auf Albbruck werden im Keller des Hotels Albtal 22 Personen getötet
  • 1953: Bau des Freibades Albbruck
  • 1956: Errichtung der evangelischen Pfarrei Albbruck
  • seit 1961: Teilflurbereinigung in Birndorf, Birkingen, Buch und Unteralpfen
  • 1971: Buch gewinnt im Landes- und Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ die Goldmedaille
  • 01.01.1973: Die bisher selbständigen Gemeinden Birndorf und Schachen treten der Gemeinde Albbruck bei
  • 1973: Bau des Rathauses Albbruck
  • 01.01.1975: Aus Albbruck, Birkingen, Buch und Unteralpfen wird die neue Gemeinde Albbruck gebildet
  • 20.04.1975: Erste Gemeinderatswahl nach der Gemeindereform
  • 01.08.1975: Der neu gewählte Bürgermeister Gernot Strohm tritt seinen Dienst an und löst nach 14 Jahren Amtszeit Ludwig Wasmer ab
  • 1976: 1. Albbrucker Dorffest
  • 11.10.1977: Dr. Gorsler wird Ehrenbürger der Gemeinde Albbruck
  • 1980: Übernahme einer Patenschaft durch die Gemeinde Albbruck für die „Beschützenden Werktstatt „St. Ulrich“ in Gurtweil
  • 1982: Errichtung eines Leichtathletiksportplatzes am Rhein
  • 22.04.1983: Einweihung der neuen Verkehrsanlage (Bahnunterfühung und Fußgängerüberführung ) beim Bahnhof
  • Mai 1984: 60 Jahre Gemeinde Albbruck
  • 1984: 25 Jahre Partnerschaft der Gemeinde Albbruck mit der italienischen Gemeinde Carmignano di Brenta
  • 1985: Einweihung der Dr. Rudolf-Eberle-Straße im Ge-werbegebiet durch Wirtschaftsminister Herzog
  • 1986: 1. Albbrucker Weihnachtsmarkt
  • 15.05.1987: Eröffnung des neu erbauten Freibades
  • 1996: Fertigstellung des Rathausumbaues
  • 1998: Erweiterung und Umbau des Kindergartens Kiesenbach
  • Juli 2000: Einweihung der „Neuen Ortsmitte“
  • 2002: Fertigstellung der Fußgänger- und Radunterführung bei der B 34
  • 2003: Erweiterung der Hauptschule durch Aufstellung von zwei Containern
  • 2004: Einweihung des neuen Kindergartens Buch sowie der neuen Gymnastikhalle in Buch
  • 2004: Aufhebung des Albbrucker Polizeipostens nach 50 Jahren
  • 28.09.2005: Fertigstellung des neuen Kreisels in der Ortsmitte
  • 01.08.2007: Der neu gewählte Bürgermeister Stefan Kaiser tritt seinen Dienst an und löst damit Gernot Strohm nach 32 Jahren Amtszeit ab
  • 31.12.2012: Die Papierfabrik Albbruck schließt nach über 140 Jahren für immer ihre Pforten
  • 10.05.2015: Wiederwahl Stefan Kaisers zum Bürgermeister für die nächsten acht Jahre
  • 2018: Schließung der ENA
  • 2019: Abriss der alten Eisenbahnbrücke über die Alb
  • 2021: Beginn der Sanierung der Grundschule Albbruck

Im Jahr 2014 feierten die Ortsteile Birkingen und Birndorf großes Jubiläum

Seit 1.200 Jahre bestehen die Ortsteile Birkingen und Birndorf - beide werden in einer Urkunde aus dem Jahr 814 erwähnt. Grund genug, den Anlass groß zu feiern. Das ganze Jahr 2014 stand unter dem Motto „1.200 Jahre Birkingen und Birndorf“. Alle Veranstaltungen der Birkinger und Birndorfer Vereine und Institutionen widmeten sich im Jahr 2014 dem großen Jubiläum.

Eigener Internetauftritt für das Jubiläum

Für das Jubiläum wurde ein eigener Internetauftritt erstellt. Diesen finden Sie hier

http://www.albbruck.de//unsere-gemeinde/gemeinde-albbruck/geschichte-jubilaeum