Kirchen und Kapellen zählen zu den Baudenkmälern, die zur Reise in die Vergangenheit einladen. Dennoch ist die Zeit auch hier nicht stehen geblieben.
Seit 1932 konnte die evangelische Kirchengemeinde den Saal des katholischen Gemeindehauses für Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen benutzen. Die Vorstellung von einem eigenen Gottesdienstraum blieb lange ein Wunsch. Zwar entstand schon 1935 ein Baufonds, doch Krieg und Währungsreform machten alle Pläne zunichte. 1956 konnte endlich das jetzige Kirchengrundstück von der politischen Gemeinde erworben werden und im Herbst 1957 war Baubeginn der Kirche, im November 1958 deren Einweihung. Sie erhielt auf Beschluss des Kirchengemeinderates den Namen „Christuskirche“. Im Mai 1959 wurden die Glocken eingeweiht. 1960 folgte der Bau des Pfarrhauses.
Der Geschichte fast eines ganzen Jahrtausends trotzte die Hl. Kreuz- Basilika. Die mächtige Birndorfer Dorfkirche gibt Zeugnis über den romanischen Baustil, der in der vorhandenen Originalität in der Region nirgends zu finden ist. Auffallend sind die unterschiedlich gestalteten Kapitelle der beiden Säulenreihen. Im Zuge der letzten Renovation wurden der moderne steinerne Altar, Ambo (nicht Ambos) und Tabernakel in den historischen Mauern integriert. In die Pfarrei Birndorf sind auch die Ortsteile Birkingen und Buch integriert. Gegenüber der Pfarrkirche befindet sich der Pfarrsaal. Er ist im Eigentum der Pfarrgemeinde, steht aber der öffentlichen Nutzung zur Verfügung.
Die 1973 erbaute und nach einem Brand in ihrem Ursprung wieder aufgebaute Kapelle in Buch ist eine Bereicherung für das Ortsbild, ein Ort der Besinnung, der immer wieder den geeigneten Rahmen für besonders liturgische Feiern bietet. Das in seinem Ausdruck einzigartige Holzkreuz und die moderne Darstellung des Kreuzweges fordern den Betrachter geradezu auf, inne zu halten. Gottesdienste werden gefeiert in den Kapellen Birkingen, Kuchelbach und Schachen.
